Stellenangebote im Ausland II: Frankreich


20.11.2005: Arbeiten in Frankreich: Suchen Sie in 5.000 Stellenangebote, informieren Sie sich über die Bedingungen am französischen Arbeitsmarkt, lesen Sie Tipps & Tricks bei der Jobsuche im europäischen Ausland

Aktuelle Jobs in Frankreich
Allgemeine Voraussetzungen
Anmeldung
Aufenthaltserlaubnis
Arbeitsverträge
Lohn & Gehalt
Führerschein
Auto
Links


Aktuelle Stellenangebote in Frankreich

Gemessen an seinem Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist Frankreich die viertgrößte Wirtschaftsmacht der Welt. Es ist in verschiedenen Bereichen leistungsstark: Verkehr und Telekommunikationen, Nahrungs- und Arzneimittel, Banken, Versicherungen, Fremdenverkehr und nicht zu vergessen die traditionellen Luxusgüter (Lederwaren, Mode, Parfum, alkoholische Getränke usw.).

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Allgemeine Voraussetzungen

Wer sich in Frankreich länger aufhalten möchte, muss unbedingt:
- einen gültigen Reisepass besitzen;
- eine Krankenkostenversicherung abschließen (bei einer Aufenthaltsdauer von über sechs Monaten).

Zugang zur Beschäftigung
In Frankreich gelten für Sie die gleichen Einstellungsvoraussetzungen wie für Inländer europäischer Mitgliedsländer. Sie haben damit ggf. auch den gleichen Anspruch auf bevorzugte Einstellung wie einheimische Arbeitsuchende. Sie können sich auf alle Stellenangebote in der gesamten EU bewerben, auch im öffentlichen Dienst. Bestimmte Bereiche, die die Ausübung der staatlichen Hoheitsgewalt und die Wahrnehmung der Interessen des Staates berühren (wie Streitkräfte, Polizei, Justiz, Finanzverwaltung, Auswärtiger Dienst) können Staatsangehörigen des jeweiligen Mitgliedslandes vorbehalten sein. Damit stehen Ihnen nicht nur sämtliche Stellen in der Privatwirtschaft offen, sondern auch ein Großteil der Stellen im Gesundheits- und Schulwesen, bei gewerblichen Dienstleistungen (Energie- und Gasversorgung, Post- und Telekommunikationswesen, Rundfunk und Fernsehen, öffentlicher Nah- und Fernverkehr, einschließlich Flug- und Schifffahrtsgesellschaften) sowie in der zivilen Forschung. In diesen Bereichen haben alle Staatsangehörigen von Mitgliedstaaten ungeachtet ihrer Staatsangehörigkeit gleichberechtigten Zugang.

Anerkennung Ihrer Ausbildung

Grundsätzlich gilt: Wenn Sie in Ihrem Heimatland für Ihren Beruf qualifiziert sind, dürfen Sie ihn auch in Frankreich ausüben.
In einigen EU-Mitgliedstaaten ist der Zugang zu so genannten reglementierten Berufen vom Erwerb bestimmter Diplome, Titel, Nachweise oder Qualifikationen abhängig. In solchen Fällen kann die volle Anerkennung Ihrer Ausbildung schwierig werden.

Wenn Sie einen reglementierten Beruf z. B. als Lehrerin, Rechtsanwalt, Ingenieurin, Psychologe ausüben möchten, müssen Sie bei den zuständigen Behörden die Anerkennung Ihres Berufsabschlusses beantragen. Ihr Antrag muss in einer Frist von vier Monaten bearbeitet werden. Wird festgestellt, dass Dauer und Inhalt Ihrer Ausbildung erheblich von der Ausbildung im Gastland abweichen, so kann von Ihnen verlangt werden, dass Sie Berufserfahrung nachweisen, an einem Anpassungslehrgang teilnehmen oder eine Eignungsprüfung ablegen.
Wichtig: Es darf nur eine dieser Zusatzmaßnahmen gefordert werden!

Der Abschluss als Ärztin, Krankenpfleger (der allgemeinen Pflege), Zahnarzt, Hebamme, Tierärztin, Apotheker oder Architektin wird automatisch anerkannt. Die Abschlüsse für diese Berufe sind auf europäischer Ebene (mit usnahme der Architekten) bereits in einem Mindestmaß koordiniert.

Ist Ihr Beruf im Gastland nicht reglementiert, so ist eine Anerkennung Ihrer Abschlüsse nicht erforderlich. Dann darf Ihnen die Ausübung des Berufs nicht aus Gründen der Ausbildung oder Qualifikation verweigert werden.


Anmeldung

Für einen Aufenthalt in Frankreich unter drei Monaten ist keinerlei Aufenthaltserlaubnis erforderlich. Für einen Aufenthalt von mehr als drei Monaten müssen Gemeinschaftsangehörige ab dem achtzehnten Lebensjahr einen Aufenthaltstitel besitzen. Gleichwohl können Gemeinschaftsangehörige unabhängig vom Besitz eines Aufenthaltstitels eine berufliche Tätigkeit ausüben.

Die Aufenthaltserlaubnis ist innerhalb von drei Monaten nach der Einreise nach Frankreich bei der Präfektur, der Unterpräfektur, dem Bürgermeisteramt oder dem Polizeikommissariat des Wohnortes zu beantragen.

Für die Erlangung der Aufenthaltserlaubnis von allen Kategorien von Antragstellern vorzulegende Dokumente:
- Gültiger Reisepass oder nationaler Personalausweis,
- 3 Passfotos neueren Datums (von vorn, ohne Kopfbedeckung, Format 3,5 x 4,5 cm),
- Wohnsitznachweis neueren Datums in Frankreich: Mietquittung, Gas- oder Stromrechnung oder letzter Wohnsteuerbescheid
Wenn Sie zur Untermiete wohnen: datierte und vom Vermieter unterzeichnete
- Unterbringungsbescheinigung sowie die Fotokopie seines Personalausweises; Mietquittung, Gas- oder Stromrechnung oder der letzte auf den Nahmen des Vermieters ausgestellte Wohnsteuerbescheid.

ARBEITNEHMER

Für die Erlangung der Aufenthaltserlaubnis vorzulegende spezielle Dokumente:
Beschäftigungsnachweis: Sie müssen eine Einstellungserklärung (Formular bei der Verwaltung erhältlich) vorlegen, die vom Arbeitgeber unterzeichnet ist (wenn Sie Arbeitnehmer einer französischen Firma sind). In diesem Dokument ist insbesondere die vorgesehene Beschäftigungsdauer angegeben. Die Gültigkeit der Aufenthaltserlaubnis hängt von der ursprünglichen Laufzeit des Arbeitsvertrags ab. Bei Arbeitsverträgen mit einer Laufzeit von mehr als drei Monaten, jedoch unter einem Jahr entspricht die Gültigkeit der ausgestellten Aufenthaltserlaubnis der Beschäftigungsdauer. Bei Verträgen mit einer Laufzeit von über einem Jahr hat die ausgestellte Aufenthaltserlaubnis eine Gültigkeit von zehn Jahren, die rechtmäßig um weitere zehn Jahre verlängert werden kann.

SELBSTÄNDIGE ERWERBSTÄTIGE

Kaufleute, Handwerker, Gewerbetreibende, Landwirte, Freiberufler usw.
Der Zugang zu zahlreichen selbständigen Berufen ist geregelt, wie z. B. bei den medizinischen Berufen. Daher sind die speziellen Vorschriften für jeden Beruf, insbesondere in Bezug auf Berufsabschlüsse und Gleichwertigkeit, unbedingt zu prüfen.

Für die Erlangung der Aufenthaltserlaubnis vorzulegende spezielle Dokumente:
Tätigkeitsnachweis: für nicht abhängig beschäftigte Erwerbstätige, die sich dauerhaft in Frankreich niederlassen. Der Tätigkeitsnachweis kann auf allen geeigneten Wegen erbracht werden wie Anmeldung bei der URSSAF, Eintragung in die Steuerrolle der freien Berufe oder in das Handelsregister, Mietvertrag eines Gewerberaums, Firmensatzung usw., sowie bei reglementierten Berufen je nach Fall mit anerkannten Diplomen oder Kammerausweis.
Gültigkeit der Aufenthaltserlaubnis: Sie ist bei Erstausstellung für zehn Jahre gültig und kann um weitere zehn Jahre verlängert werden.

FAMILIENANGEHÖRIGE

Familienangehörige sind: Ehepartner, Kinder unter 21 Jahren oder unterhaltsberechtigte Kinder und unterhaltsberechtigte Verwandte in aufsteigender Linie. Für Studenten ist der Begriff Familienangehörige auf Ehepartner und unterhaltsberechtigte Kinder beschränkt.
Sie haben das Recht, unter denselben Bedingungen wie der Gemeinschaftsangehörige, mit dem sie wieder zusammenkommen, auf französisches Hoheitsgebiet einzureisen (Aufenthaltsgenehmigung derselben Art und derselben Gültigkeitsdauer). Sie müssen das Verwandtschaftsverhältnis nachweisen (Heiratsurkunde, Geburtsurkunde, Familienbuch usw.).

Für alle weiteren Informationen wenden Sie sich an:
- die Anlaufstelle der Präfektur, die Unterpräfektur, das Bürgermeisteramt oder das Polizeikommissariat;
- in Paris an die Polizeipräfektur.


Aufenthaltserlaubnis

Seit der Verabschiedung des Gesetzes Nr. 2003-1119 vom 26. November 2003 (veröffentlicht im französischen Amtsblatt Nr. 274 vom 27. November 2003) zur Regulierung der Einwanderung, über den Aufenthalt von Ausländern in Frankreich und Fragen der Staatsangehörigkeit ist der Besitz einer Aufenthaltserlaubnis für Gemeinschaftsangehörige (Europäischer Wirtschaftsraum) nicht mehr zwingend erforderlich.


Arbeitsverträge

Der Arbeitsvertrag bedarf unbedingt der Schriftform und kann folgender Art sein:
unbefristeter Arbeitsvertrag,
befristeter Arbeitsvertrag,
Zeitarbeitsvertrag,
Teilzeitarbeitsvertrag,
Arbeitsvertrag für diskontinuierliche Beschäftigung.

UNBEFRISTETER ARBEITSVERTRAG

Dieser Vertrag wird für eine unbefristete Zeit geschlossen, d. h. für eine Laufzeit, für die die beiden Parteien kein Ende festgelegt haben. Gleichwohl kann er auf Verlangen einer der beiden Parteien unter Beachtung der Vorschriften des Arbeitsgesetzbuchs beendet werden.
Der unbefristete Arbeitsvertrag bedarf der Schriftform. Wenn der Arbeitnehmer Ausländer ist, kann auf seinen Wunsch eine Übersetzung des Vertrags in seine Muttersprache angefertigt werden.

BEFRISTETER ARBEITSVERTRAG

Derartige Verträge können nur für die Ausführung einer zeitlich begrenzten präzisen Aufgabe unter gesetzlich genau geregelten Bedingungen verwendet werden, insbesondere:
um einen abwesenden Arbeitnehmer zu vertreten (z. B. im Mutterschaftsurlaub),
bei zeitweiliger Zunahme der Unternehmenstätigkeit,
für Saisonarbeiten.

Die maximale Laufzeit eines befristeten Arbeitsvertrags (einschließlich Verlängerung) beträgt 18 Monate. Sie wird auf 24 Monate erweitert, wenn der Vertrag im Ausland durchgeführt wird. Dieser Vertrag kann nur um die Laufzeit des ursprünglichen Vertrags verlängert werden.
Ein befristeter Arbeitsvertrag bedarf unbedingt der Schriftform und muss den genauen Grund für das Beschäftigungsverhältnis (z. B. Mutterschaftsurlaub) enthalten, andernfalls gilt er als unbefristet abgeschlossen.

Ein befristeter Arbeitsvertrag kann nicht gekündigt werden, ausgenommen:
im Falle höherer Gewalt,
im beiderseitigen Einvernehmen oder
wegen schwerer Verfehlung.
Bei Ende des Arbeitsverhältnisses hat der Arbeitnehmer Anspruch auf eine Prämie (prime de précarité) oder Entschädigung zum Vertragsende in Höhe von 10 % des Bruttogesamtverdienstes (Gesetz vom 3. Januar 2003), die jedoch in einigen Branchen (mit Tarifvereinbarungen zur Erleichterung des Zugangs zur Berufsbildung) auf 6 % begrenzt sein kann.
Zu dieser Prämie kommt noch die Ausgleichszulage für den bezahlten Urlaub in Höhe von 10 % des Bruttogesamtverdienstes und der vorgenannten Prämie.

ZEITARBEITSVERTRAG

Die Bedingungen für die Verwendung dieser Vertragsart sind dieselben wie für befristete Arbeitsverhältnisse. Allerdings sind daran drei Parteien beteiligt:
Der Zeitarbeitnehmer,
das Zeitarbeitsunternehmen, das sein Arbeitgeber ist,
und das Einsatzunternehmen, in dem der Zeitarbeitnehmer seine Tätigkeit ausübt.
Arbeitgeber können Arbeitnehmer von Zeitarbeitsunternehmen nur für die Ausführung einer als „mission“ bezeichneten zeitweiligen Arbeitsaufgabe beschäftigen.
Dem Zeitarbeitnehmer steht es frei, das Zeitarbeitsunternehmen zu verlassen, um auf der Grundlage eines unbefristeten Arbeitsvertrags in dem Unternehmen eingestellt zu werden, in dem er seine „Mission“ ausgeführt hat.

TEILZEITARBEITSVERTRAG

Dieser Vertrag sichert einen Status, der mit dem eines Vollzeitbeschäftigten vergleichbar ist.
Im Privatsektor wird jede Arbeit von weniger als 80 % der gesetzlichen oder tariflichen Arbeitszeit als „Teilzeitarbeit“ bezeichnet. Es ist keine Mindestarbeitszeit vorgeschrieben. Allerdings ist in der Praxis eine bestimmte Stundenzahl erforderlich, um in den Genuss des Sozialschutzes zu kommen (60 Stunden monatlich).
Im staatlichen Sektor muss die Teilzeitarbeit zwischen 50 % (Halbtagsarbeit) und 80 % der Vollzeit liegen.
Der Teilzeitarbeitsvertrag bedarf der Schriftform.

ARBEITSVERTRAG FÜR DISKONTINUIERLICHE BESCHÄFTIGUNG

Die diskontinuierliche Beschäftigung kommt insbesondere bei saisonbedingten Tätigkeiten vor. Der Arbeitsvertrag wird auf unbegrenzte Dauer für ständige Stellen abgeschlossen, bei denen aufgrund des saisonalen Charakters der Tätigkeit Ruhezeiten auftreten können.
Dieser Vertrag bedarf der Schriftform.

Wenn Sie bereits über einen (unbefristeten) Arbeitsvertrag für die Niederlande verfügen, müssen Sie außer Ihrem Pass auch den Arbeitsvertrag, zwei Passbilder (nicht maschinell erstellt), eine Kopie Ihrer Geburtsurkunde und Ihre SOFI-Nummer (mit Hilfe einer SOFI-Nummer können Sie im niederländischen Steuer- und Sozialsystem identifiziert werden -> erhältlich beim örtlichen Finanzamt) mitbringen sowie die geforderte Gebühr entrichten. In bestimmten Städten, wie beispielsweise in Amsterdam, benötigen Sie eine Bescheinigung über einen ständigen Wohnsitz. Bei einem befristeten Arbeitsvertrag werden sie eventuell aufgefordert, sich zur Verlängerung Ihrer Aufenthaltsgenehmigung nochmals bei der Ausländerpolizei zu melden (und die erforderliche Gebühr zu zahlen).

Bürger eines EWR-Mitgliedstaates sind berechtigt, in den Niederlanden ohne Arbeitserlaubnis zu wohnen und zu arbeiten, wenn Sie für die Dauer Ihres Aufenthalts einen Arbeitsvertrag haben. Allerdings benötigen Sie auf jeden Fall eine Aufenthaltsgenehmigung und sei es nur, um ein Konto eröffnen zu können. Bei dieser Genehmigung handelt es sich meistens um eine Magnetkarte mit Ihrem Foto.


Löhne & Gehälter

Der dynamische Mindestlohn SMIC (Salaire Minimum Interprofessionnel de Croissance = SMIC) ist die jedem Arbeitnehmer garantierte Mindestvergütung für eine Stunde tatsächlich geleisteter Arbeit. Die Bestimmungen sehen vor, dass er einmal jährlich mit Wirkung vom 1. Juli an die wirtschaftliche und konjunkturelle Entwicklung angepasst werden muss.
Höhe der Abgaben (vor Steuern): In Frankreich liegt der Satz für die vom Arbeitnehmer zu tragenden Sozialbeiträge bei etwa 23 %.

Höhe des SMIC-Stundensatzes per 1. Juli 2003: 7,19 Euro

Ihr Arbeitgeber muss Folgendes einhalten:
- den SMIC-Stundensatz, d. h. einen monatlichen Bruttobetrag von 1.090,48 EUR (gesetzliche Grundlage 35 h),
- den durch den Tarifvertrag der Branche des Unternehmens garantierten Mindestlohn,
- die durch den Tarifvertrag garantierte berufliche Einstufung,
- die Lohngarantie, die für zur 35-Stunden-Woche übergegangene Unternehmen gilt, wenn Sie im SMIC bezahlt werden,
- gleicher Lohn für Männer und Frauen,
- das Überstundengesetz,
- die gegebenenfalls tarifvertraglich vorgesehenen Zulagen für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsarbeit.

Brutto- und Nettolohn:

In den Verhandlungen mit dem Arbeitgeber geht es um den Bruttolohn, d. h. um den Lohn vor Abzug der obligatorischen (Sozialversicherungsbeiträge; Contribution Sociale Généralisée - (C.S.G) – Allgemeiner Sozialbeitrag ; Contribution pour le Remboursement de la Dette Sociale (C.R.D.S) – Beitrag zur Tilgung der Sozialschuld) oder fakultativen Sozialabgaben (z. B. Versicherung auf Gegenseitigkeit, Lebensversicherung). Der Nettolohn ist der Lohn, den Sie nach Abzug der vom Bruttolohn einbehaltenen Sozialabgaben erhalten.

Lohnabzüge:

Wenn Sie abwesend sind und in keinem Gesetzes- oder Vertragstext eine Abwesenheitsvergütung vorgesehen ist, kann der Arbeitgeber einen Abzug von Ihrem Lohn vornehmen. Hingegen muss er Ihnen die geleistete Arbeit, einschließlich der Überstunden, bezahlen.

Lohnentwicklung:

Die Löhne erhöhen sich, wenn die Sozialpartner eine entsprechende Vereinbarung schließen, bei jeder Anhebung des SMIC, falls der tatsächlich gezahlte Lohn darunter liegt, und wenn Sie eine Einzelverhandlung mit Ihrem Arbeitgeber führen.
Der Unternehmensleiter muss jedes Jahr aus eigener Initiative oder andernfalls auf Antrag einer repräsentativen Gewerkschaft Lohnverhandlungen einleiten.
Es ist gesetzlich untersagt, in Tarifverträge oder Betriebsvereinbarungen Klauseln aufzunehmen, die eine Indexbindung an den SMIC oder eine Kopplung an den allgemeinen Preisindex beinhalten (Verbot von Gleitklauseln).


Führerschein

Die nationalen Führerscheine der Mitgliedstaaten der Europäischen Union sind für das Führen von Kraftfahrzeugen in Frankreich gültig; der Umtausch gegen einen französischen Führerschein ist nicht vorgeschrieben.

Bedingungen:
- Der Führerschein muss gültig sein.
- Sie müssen das Mindestalter erreicht haben, um ein Fahrzeug derselben Klasse in Frankreich fahren zu dürfen.
- Gegen Sie dürfen in Ihrem Herkunftsland keine Maßnahmen der Aussetzung, Einschränkung oder Aufhebung des Führerscheins verhängt worden sein.

In folgenden Fällen ist der Umtausch jedoch vorgeschrieben:
- wenn Sie in Frankreich eine strafbare Handlung begehen, die zu einer Aussetzung, Einschränkung oder Aufhebung des Führerscheins oder zu einem Punkteverlust führt,
- wenn Sie Ihren Führerschein im Umtausch gegen den Führerschein eines Drittlandes der EU oder des EWR erhalten haben, mit dem kein Gegenseitigkeitsabkommen besteht.

Frist für die Antragstellung
In letzterem Fall müssen Sie innerhalb eines Jahres nach Ihrer Niederlassung in Frankreich den Umtausch Ihres Führerscheins in einen französischen Führerschein beantragen.

Wie ist der Antrag zu stellen?
Wenden Sie sich an die für Ihren Wohnsitz zuständige Präfektur (in Paris an die Polizeipräfektur).
Dem Antrag ist eine Fotokopie des ursprünglichen Führerscheins beizufügen.

Sonstige beizubringende Papiere
Dem Antrag ist weiterhin eine Fotokopie des Aufenthaltstitels beizufügen.
Wenn Sie Student sind, legen Sie eine Fotokopie des Nachweises darüber vor, dass Sie dies seit mindestens sechs Monaten sind.
Achtung, bei Einreichung der Unterlagen müssen Sie auch die Originale dieser Papiere vorlegen.


Autos

Für die Zulassung Ihres Fahrzeugs müssen Sie folgende Unterlagen vorlegen:
- entweder eine europäische Konformitätsbescheinigung im Original oder ein vom Hersteller oder seinem Vertreter ausgestelltes Duplikat. Dieses Dokument ermöglicht die direkte Zulassung in der Präfektur (services des cartes grises – Zulassungsstelle für Kraftfahrzeuge);
- oder eine Betriebserlaubnis (attestation d’identification), wenn Sie nicht im Besitz des oben genannten Dokuments sind.
Diese Erlaubnis können Sie bei der DRIRE durch Ausfüllen eines entsprechenden Antrags oder beim Hersteller, wenn dieser in Frankreich niedergelassen ist, oder andernfalls von seinem in Frankreich akkreditierten Vertreter erhalten. Falls Ihnen der Hersteller als Antwort eine technische Bescheinigung und keine Betriebserlaubnis zusendet, muss das Fahrzeug von der DRIRE eine Einzelzulassung erhalten.


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Welche Organisationen helfen weiter? Bevor es mit dem ersehnten Auslandsjob losgehen kann, steht oftmals ein enormer bürokratischer Aufwand. Daher haben sich staatliche und private Organisationen dazu bereit erklärt, Auswanderungswilligen bei ihrer Neuorientierung zu helfen.

Internationale Arbeitsvermittlung - Die Internationale Personalagentur der Bundesagentur für Arbeit ist die Zentralstelle für Arbeitsvermittlung (ZAV). Dort wird in der Abteilung "Internationale Arbeitsvermittlung" die Suche nach einem Auslandsarbeitsplatz bearbeitet. Vermittlungen in Länder ausserhalb der Europäischen Union oder des Europäischen Wirtschaftsraums dürfen bis auf einige Ausnahmen sogar nur von der ZAV vorgenommen werden.

Kontakt
Zentralstelle für Arbeitsvermittlung
Villemombler Straße 76
53123 Bonn
Telefon: +49 (0)180/522 20 23
Fax: +49 (0)228 / 713 -270 -1400
E-mail: InfoHotline-Ausland@arbeitsagentur.de

EURES (DE) - Umfangreiche Informationen mit europäischer Jobbörse
Französisches Ministerium für Arbeit und Soziales (Fr)
ANPE (Fr) - Arbeitsvermittlung in Frankreich
Service für französische Bewerbungen (DE) - In Zusammenarbeit mit dem BERUFSZENTRUM in NRW wird ein deutschsprachiger Service für Bewerbungen in französischsprachigen Ländern angeboten. Neben Übersetzungsarbeiten und Bewerbungsberatung sind hier über 20 Musterbewerbungen downloadbar.
http://www.frankreich-forum.de/ (DE) - Diskussionsforum mit umfangreichen Informationen

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