Berufsbilder: Dolmetscher und Übersetzer



"Ich möchte später gerne etwas mit Sprachen machen". Diesen Satz hört man oft von jungen Menschen, die gerade die Schule abgeschlossen haben und auf der Suche nach einem Studien- oder Ausbildungsplatz sind. Doch was sind die Unterschiede zwischen Dolmetscher und Übersetzer?

"Ich möchte später gerne etwas mit Sprachen machen". Diesen Satz hört man oft von jungen Menschen, die gerade die Schule abgeschlossen haben und auf der Suche nach einem Studien- oder Ausbildungsplatz sind. Die meisten unter ihnen, so zeigt es die Statistik, werden Lehrer, denn das Studium der Sprachen lässt sich einfach am günstigsten mit dem Lehramt verbinden und wer einfach nur Anglistik oder Romanistik studiert, der steht nach dem Abschluss einfach wie so viele andere Geisteswissenschaftler ohne eine Anstellung da. Es sei denn man entscheidet sich dafür, eine Position als Sprachmittler einzugehen, mit anderen Worten Dolmetscher oder Übersetzer zu werden.

Hier beginnt für viele schon das erste Problem, denn die meisten Menschen kennen den Unterschied zwischen beiden Berufen überhaupt nicht. Der Dolmetscher ist für die mündlichen Aufgaben zuständig, er überträgt die Sprache innerhalb einer Konferenz oder eines Gesprächs, ohne diese niederzuschreiben. Der Übersetzer hingegen ist für jede Form der schriftlichen Sprachvermittlung zuständig, zum Beispiel für die Übertragung von Dokumenten, Büchern oder Internetseiten in eine andere Sprache.

Die Ausbildungen, die angehende Übersetzer und Dolmetscher bekommen, sind meist eng miteinander verknüpft und lassen sich oft erst im Masterstudiengang spezialisieren. Doch im Grundstudium haben beide Berufe ähnliche Grundlagen zu lernen und Anforderungen zu erfüllen, während sie sich im späteren Berufsleben gar nicht mehr voneinander unterscheiden könnten. Übersetzer haben mehr Zeit für ihre Arbeit, hier kommt es auf die Gründlichkeit und Genauigkeit des Sprachmittlers an, während Dolmetscher vor allem schnell und effizient arbeiten müssen. Grobe Fehler sollten hier zwar vermieden werden, doch kleinere Ungereimtheiten werden dem Dolmetscher sehr viel eher verziehen als dem Übersetzer. Obwohl es auch zahlreiche Beispiele gibt, die beweisen, dass man sowohl Übersetzer als auch Dolmetscher sein kann, haben die meisten Sprachmittler eine Präferenz, in welcher Form sie lieber arbeiten.

Die Übersetzer teilen sich dann noch einmal in technische und literarische Übersetzer auf. Im Bereich der literarischen Übersetzungen sieht bereits die Ausbildung ganz anders aus, denn die Übersetzung von Romanen oder Poesie unterliegt Anforderungen, die die technische Übersetzung so überhaupt nicht nötig hat. Nicht zu verschweigen ist allerdings die Tatsache, dass sich rein von literarischen Übersetzungen kaum leben lässt, während technische Übersetzer zwar den trockeneren Job haben, dafür aber deutlich mehr verdienen. In beiden Gebieten versiert zu sein, bietet sich deshalb für jeden Übersetzer an. So kann man zwischendurch seiner Passion der literarischen Übersetzungen nachgehen, verdient sein Geld aber hauptsächlich mit technischen Texten, die einfach von den meisten Auftraggebern besser bezahlt werden.


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