Fachkräftemangel in der Altenpflege


Die Deutschen werden immer älter. Der demografische Wandel unserer Gesellschaft führt dazu, dass die Zahl der alten und damit oft auch pflegebedürftigen Menschen stetig ansteigt. Statistiken zeigen auf, dass die Anzahl von Personen in Pflege seit 1999 um fast 3 Millionen angestiegen ist. Dieser Wandel erhöht auch die Nachfrage für Fachkräfte im Bereich der Altenpflege. Und obwohl derzeit rund 10.000 qualifizierte Altenpfleger pro Jahr ihre Ausbildung erfolgreich abschließen, ist der Fachkräftemangel in allen Bereichen deutlich. Worum es dabei geht und welche Karrierechancen sich in der Altenpflege ergeben, erklären wir kurz in unserem Artikel.

Bis 2060 sind 6% der Gesamtbevölkerung pflegebedürftig

Derzeit sind rund 3 % der deutschen Gesamtbevölkerung pflegebedürftig. Wird die derzeitige Verlagerung der Altersgruppen beibehalten, ist davon auszugehen, dass sich dieser Anteil bis in das Jahr 2060 verdoppelt. Aber bereits heute sind die Effekte der hohen Nachfrage für Pflegepersonal zu sehen. Qualifizierte Altenpfleger sind eine echte Seltenheit auf dem Arbeitsmarkt. Die Gründe dafür sind vielfältig. Ein Grund ist ohne Frage der schlechte Ruf der Branche. Schlechte Bezahlung, Schichtarbeit und undankbare Arbeiten sind die klassischen Vorurteile. Auch die Tatsache, dass die Alten- und Krankenpflege noch immer als ein typischer Frauenberuf angesehen wird, trägt dazu bei, dass sich bisher eher wenig Menschen für eine Karriere in diesem Berufsfeld entscheiden. Dabei hat der Beruf des Altenpflegers viel zu bieten. Nicht zuletzt exzellente Karrierechancen.

Umfassende Informationen zum Berufsfeld des Altenpflegers und über die Aufstiegsmöglichkeiten in der Branche können hier nachgelesen werden.

Es dauert durchschnittlich 167 Tage, um eine Pflegestelle zu besetzen

Die aktuellen Zahlen aus der Pflegebranche sind erschreckend. Rein rechnerisch kommen auf jede Stellenausschreibung lediglich 0,3 arbeitslose Pflegekräfte mit der benötigten Qualifikation. Es dauert im Schnitt 167 Tage, um eine offene Stelle zu besetzen, was 67% über der durchschnittlichen Vakanz von Stellenausschreibung anderer Berufsgruppen liegt. Dies sorgt dafür, dass das beschäftigte Pflegepersonal häufig überarbeitet ist, da eine enorm große Arbeitslast geschultert wird. Darüber hinaus werden unterqualifizierte Arbeitskräfte eingesetzt, die allerdings nur in Teilen die benötigen Leistungen bzw. die benötigten Anforderungen erbringen können. Hier liegt die Chance für Arbeitssuchende und Menschen, die gerne eine Umschulung absolvieren möchten.

Rahmenbedingungen in der Altenpflege werden verbessert

Soll das wachsende Problem des Fachkräftemangels in der Pflege korrekt adressiert werden, müssen die Regierung und die freie Wirtschaft eng zusammenarbeiten. Der Staat arbeitet bereits daran, die allgemeinen Rahmenbedingungen für den Einstieg in einen Pflegeberuf zu verbessern. Unter anderem können relevante Berufsqualifikationen für die Ausbildungsdauer angerechnet werden, um diese von 36 auf 24 Monaten zu verkürzen.

Private Bildungsinstitute wie die WBS Akademie bieten dazu bundesweit hochwertige Ausbildungen an – für alle, die gerne Altenpfleger werden möchten. Das Angebot geht einher mit einer individuellen Ausbildungsberatung. Diese steht natürlich auch über die Agentur für Arbeit kostenlos zur Verfügung. Darüber hinaus stehen für die Ausbildungsfinanzierung auch Lösungen wie die staatliche Ausbildungsförderung und Stipendien durch private Stiftungen zur Verfügung.

Fazit: Altenpflege - Berufe mit Zukunft

Um den hohen Fachkräftemangel in der Altenpflege zu bekämpfen, wird auf allen relevanten Ebenen daran gearbeitet, die Berufe in diesem Umfeld zu verbessern. Dies resultiert unter anderem in einer besseren Ausbildung, in fairen Arbeitsbedingungen und in einer steigenden Entlohnung. Das macht deutlich, dass die Branche für ambitionierte Schulabgänger, Umschüler und Arbeitssuchende eine gute Wahl sein kann und lässt positiv in die Zukunft schauen.

 

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