Freelancer: Produktiv von zu Hause aus arbeiten


Immer mehr junge Arbeitsuchende beginnen und enden ihre Jobsuche von zu Hause aus. Sie erstellen ein Curriculum Vitae am Computer, stellen dieses auf diverse Job-Plattformen ins Internet und finden innerhalb von wenigen Wochen einen Job als Freelancer. Die Arbeit wird bequem von zu Hause aus erledigt, ohne dass der Freiberufler seine vertraute Umgebung verlieren muss. Doch diese vertraute Umgebung kann zur Behinderung werden, wenn der Nachbar ständig an der Tür klingelt und die Sendung im Fernsehen äußerst interessant ist. Wie arbeitet man produktiv von zu Hause aus?

Was ist ein Freelancer?

Der Freelancer ist im Grunde ein freier Mitarbeiter, der womöglich als Selbstständiger gelistet ist und somit völlig unabhängig, meist zeit- oder projektbefristet, arbeitet. Freelancer sind nicht mit Zeitarbeitskräften zu verwechseln, die in der Regel bei einer Zeitarbeitsfirma fest angestellt sind und zu verschiedenen Unternehmen verliehen werden. Ein Freiberufler wird ausgezeichnet durch:

  • hohe Qualifikation oder Spezialisierung
  • Tätigkeit als Selbstständiger und somit als Gewerbetreibender oder Freiberufler beim Finanzamt gemeldet
  • freie Gestaltung der Arbeitsbedingungen (Arbeitszeit, Einsatzort)
  • besitzt ein Home-Office und arbeitet nicht in den Räumen des Unternehmens
  • ist nicht Teil der Organisationsstruktur
  • Bezahlung erfolgt stundenweise oder pauschal für bestimmte Projekte
  • erhält kein regelmäßiges, festes Einkommen jeden Monat
  • Auftraggeber werden eigenständig gefunden
  • arbeitet für mehrere Auftraggeber (gleichzeitig)
  • eigene Verantwortung für Versteuerung der Einkünfte sowie soziale Absicherung
  • kein Anspruch auf bezahlten Urlaub, Kündigungsschutz, usw.

Home-Office: Der Ort der Schöpfung

Wie in der Definition des Freelancers ersichtlich wird, ist der „freie Mitarbeiter" selbstständig für seinen Erfolg oder sein Versagen verantwortlich. Entscheidend für den Erfolg ist zunächst das Home-Office und seine durchdachte Einrichtung. Nur wer sein heimisches Büro richtig einrichtet, kann auch produktiv und ungestört arbeiten. Getreu dem Motto „weniger ist mehr" sollten im Heimbüro ausschließlich die Dinge stehen, die essenziell für die Arbeit ist. Dazu gehört womöglich ein Computer, ein Monitor, ein Schreibtisch, ein bequemer Bürostuhl sowie einige Ablagemöglichkeiten. Natürlich muss niemand auf ein gemütliches Ambiente verzichten: Einige Pflanzen und ein Gemälde können zur Wohlfühlatmosphäre beitragen. Wichtig ist, dass es sich nicht um Dinge handelt, die ablenken könnten - dazu gehört ein zum Beispiel ein Fernseher. Nachfolgend drei Tipps für ein durchdachtes Home-Office:

  1. Mobiliar: Im Chaos können nur die wenigsten Menschen arbeiten. Ein robuster Schreibtisch ist genauso wichtig wie Container, in denen Akten und Co. Platz finden.
  2. Beleuchtung: Die Beleuchtung ist ein entscheidendes Element, das das Arbeitsklima beeinflusst. Wird der Schreibtisch falsch positioniert, kann die Sonne blenden oder sie scheint störend auf den Bildschirm. Im Winter dagegen muss für genügend Licht gesorgt werden - eine schlechte Ausleuchtung macht müde und überfordert.
  3. Sitzen: Freelancer verbringen einen Großteil ihres Arbeitstages im Sitzen. Es ist von großer Wichtigkeit, dass sie lernen, richtig zu sitzen. Beginnend bei der Wahl des richtigen Tisches und Bürostuhls über verschiedene Sitzhaltungen - nur mit dem Erlernen dieser Techniken können Freiberufler produktiv arbeiten und gleichzeitig auf ihre Gesundheit achten.

Selbstbeherrschung: Der Schlüssel zur Produktivität

So gut man seine Arbeitsumgebung auch einrichtet - ohne eine große Portion Selbstbeherrschung kann niemand produktiv arbeiten. Als Freelancer teilt man sich seine Zeit in der Regel frei ein. Die meisten freien Mitarbeiter arbeiten an bestimmten Projekten und müssen diese in einem festgelegten Zeitintervall abschließen. In dieser Zeit trödeln viele Menschen gerne und geraten später unter Zeitdruck. Facebook, YouTube und Co. sind sehr verlockend, wenn kein Chef da ist, der es verbieten kann. Und genau an dieser Stelle kommt die Selbstbeherrschung ins Spiel: Freiberufler müssen sich immer wieder vor Auge führen, dass jede vergeudete Zeit verlorenes Geld bedeutet. Einige Tipps zur Selbstbeherrschung:

  1. Jede Stunde etwa fünf bis zehn Minuten Pause machen und sich in dieser Zeit ausruhen oder Webseiten wie Facebook und YouTube besuchen.
  2. Während der restlichen 50 Minuten konsequent am Projekt arbeiten, ohne sich ablenken zu lassen.
  3. Mithilfe von Software Webseiten wie Facebook und YouTube blockieren, sodass sie während der Arbeitszeit nicht aufrufbar sind.

Sport und gesunde Ernährung halten den Körper fit

Freelancer haben den unglaublich schönen Vorteil, dass sie nahezu jederzeit eine Pause einlegen können. Ist der Körper müde oder es fehlt die Konzentration? Dann ist das die ideale Gelegenheit, die Arbeit zu pausieren und an die frische Luft zu gehen. Jeder Mensch braucht täglich Bewegung. Wer nicht sonderlich sportlich ist, muss auch nicht zwingend joggen, ein gemütlicher Spaziergang ist genauso effektiv. Freiberufler sollten sich jede Stunde mindestens fünf Minuten bewegen. Wer keinen Grund für die Bewegung findet, geht stündlich zur Küche, um ein Glas Wasser zu trinken.

Genauso wichtig wie der Sport ist eine gesunde Ernährung. Freelancer neigen dazu - wie viele andere Menschen auch - ihre die Ernährung zu vernachlässigen. Sie essen entweder sehr unregelmäßig und/oder sehr ungesund. Jeder Freiberufler sollte sich einen Ernährungsplan aufstellen und diesen jeden Tag befolgen. Geeignet sind Single-Rezepte im Internet, die sich schnell auf den Tisch zaubern lassen.

Freelancer müssen lernen, trotz ihrer variablen Arbeitszeiten einen regelmäßigen Tagesablauf zu erschaffen, an den sie sich halten. Wer das schafft und die restlichen Tipps befolgt, kann als Freelancer produktiv arbeiten.

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