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Beitrag von HFritzel, geschrieben am 24.10.2005 21:08

Warum lassen wir uns alles gefallen??? Wir folgen unseren Schlächtern sogar auf die Schlachtbnk

In Sachen Bürokratismus sind wir Deutschen sicher weltweit vorn! Beispiel: Ich bin seit dem 31.10.2004 arbeitslos. D. h. auch ich bin ab dem 01. 11. ALG II Empfänger. EIGENTLICH!!! Normalerweise dürfte man nämlich den Antrag auf ALG II erst am Stichtag abgeben. Vom Arbeitsamt... ääähhh, von der Agentur für Arbeit bekommt man aber mitgeteilt den Antrag mindestens 8 Wochen vorher abzugeben, da die Bearbeitungszeiten so lange sind. Was einem nicht mitgeteilt wird: Wenn man Wohngeld bezieht, muss man aufpassen! Ab dem Tag der Antragabgabe, ist automatisch ALG II in Kraft getreten. Nun muss ich 2 Monate Mietzuschuss an die Wohngeldstelle zurück zahlen, weil ich diese laut SGB II zu unrecht erhalten habe. Auf gut deutsch - ich habe mir Gelder "erschlichen" und mich strafbar gemacht! Obwohl ich noch ALG I erhalte, wurde mir das Wohngeld beim ALG II als Einkommen berechnet - sogar einen Monat zu lang. Das Ende vom Lied ist: Ich muss alles schriftlich klären (Widerspruch usw. usw.), da es keinen persönlichen Termin gibt. Ohne Termin kann man aber 5 Stunden Wartezeit rechnen. Und das alles nur weil die Ämter miteinander nicht kommunzieren, Daten per PC austauschen, oder das Telefon bedienen können!!





Beitrag von wersuchtderfindet, geschrieben am 27.10.2005 20:26

hi,

versteh deinen frust, der auch berechtigt ist, aber ändern wird es *leider* nichts. ich kann auch überhaupt nicht mehr nachvollziehen, wenn doch die aufrüstung aktueller software und pc-ausstattung millionen -steuergelder- gekostet hat, wieso ein datenabgleich der verschiedenen abteilungen nicht möglich sein soll? ich glaube vielmehr, die sind einfach viel zu bescheuert und zu stinke faul sich in die software einzuarbeiten. und was die sogenannte kompetenzüberschreitung betrifft...ich wäre froh es gäbe einen menschen auf dem amt, dem ich nachsagen könnte, *mensch der ist aber kompetent* es sind alles nur flaschen und sesselpupser..sorry aber so seh ich das :-)



Beitrag von pimbola, geschrieben am 28.03.2006 11:08

die dich verarschen die hast du selbst gewählt





Beitrag von kraul39, geschrieben am 28.01.2009 09:17

@pimbola

Da kann ich nur bepflichten!

@wersuchtderfindet

Die Hardware mag teuer gewesen sein. Die Ausbildung der AA-Mitarbeiter daran scheint mir jedoch äuserst preiswert gewesen zu sein. Die kennen nicht mehr wie den Einschaltknopf! So mein Eindruck aus gesprächen mit besagten. Traurig aber wahr! Da wird sich schon mal mit hirnrissigen Abkürzungen wichtig gemacht.

Da wir das besser können: Als AA bewerben! Ich hab's getan!



Beitrag von liebchen, geschrieben am 14.02.2009 13:34

Hallo,

ich muss hier mal ein Wort sagen. Ich habe im Verwandtenkreis jemanden, der im AA arbeitet. Ich kann zwar das Gemecker einiger Leute verstehen, aber da ich weiß, wie überlastet die MA beim AA teilweise sind, kann ich es oft nicht teilen. Meine Verwandte ist so manchesmal von morgens um 8 bis abends um 7 auf Arbeit. Hat Überstunden noch und nöcher, und kommt nicht dazu, sie abzubauen, weil sie immer für andere, die krank oder im Urlaub sind, mitarbeiten muss. Ich glaube, dass sich das die meisten Leute gar nicht vorstellen können (oder wollen ...).

Meine Verwandte schimpft genauso über die Bürokratie wie andere und die teilweise unsinnigen Bestimmungen, Dienstanordnungen und unnötigen Arbeitsbelastungen. Aber was bitte schön soll sie machen?

Ich denke, es kommt auch immer auf die Leute an, die da sitzen - man kann nicht ein ganzes Amt pauschal verurteilen, nur weil man selbst gerade einen "schlechten" Bearbeiter hat. (Wobei der vielleicht auch gerne anders wollen würde, wenn er denn könnte!) Ich weiß, wovon ich rede, denn ich bin selbst arbeitslos und inzwischen ALG-II-Empfänger seit Mitte 2007.

Ich glaube, keiner kann sich so richtig vorstellen, wie es wirklich im AA aussieht - ich kann es glücklicherweise ein bißchen durch die Unterhaltungen mit meiner Verwandten.

Grüße, liebchen





Beitrag von liebchen, geschrieben am 21.02.2009 12:24

Hallo,

möchte Euch mal was schreiben: Habe mich auf eine Stelle beworben - mit einer sauberen guten Mappe, mit frankierten und an mich adressierten Rückumschlag - und was habe ich zurück bekommen? Eine Mappe voller Fettflecken. Ich werde jetzt einen Brief schreiben mit folgenden Wortlaut:

Sehr geehrte Frau Sowieso, vielen Dank für die Rücksendung meiner Bewerbungsunterlagen - und auch dafür, dass meine Mappe voller Fettflecken ist. Nun brauche ich mich wenigstens nicht mehr zu ärgern, dass ich die Stelle nicht bekommen habe, denn in einer Einrichtung, die so sorglos und nachlässig mit den Unterlagen Anderer umgeht, möchte ich nicht arbeiten. Mit freundlichen Grüßen ......

Ich meine was soll denn das? Vielleicht machen sich manche AG auch mal Gedanken darüber, dass das alles Geld kostet? Und als Alg-II-Empfänger hat man sein Geld gewöhnlich nicht im Keller gestapelt. Die Mappe jedenfalls kann ich wegwerfen.

Liebe Grüße, liebchen



Beitrag von Lucius Malfoy, geschrieben am 21.03.2009 17:47

Mag sein das die im AA ziemlich viel Stress haben. Den könnten sie aber abbauen wenn sie ihre Daten ordentlich führen würden. Ich hab dem AA ständig neue Daten über mich eingereicht, damit die immer auf dem laufendem sind. Normalerweise hätten die schon eine Datei von 5MB von mir haben müssen. Als ich dann aber ALGII bekam und deshalb zum Jobcenter wechseln musste bin ich fast durchgedreht. Da sagte mir doch die Sachbearbeiterin vom Jobcenter: "Da das Arbeitsamt mal wieder keine Daten erfasst hat außer Ihrem Namen müssen wir jetzt alles noch einmal durchgehen." Das waren volle 7 Jahre!! Kein Wunder das die beim AA immer wieder die selben Fragen gestellt hatten. Immer wieder die gleichen Jobangebote gemacht haben, die ich wegen meiner Eppilepsie nicht ausüben kann. Wenn die alles brav auch gespeichert hätten, hätten die nur 30% des Gesamtaufwandes gehabt. Dann fallen auch Überstunden weg. Und wenn jeder seine Dateien vernünftig pflegt, macht das auch nix aus wenn ich dann für nen Kollegen einspringen muß.

Als gelernter Datenverarbeitungskaufmann darf ich mir dieses Urteil über die Effiziens von korrekt gepfelgten Dateien erlauben.





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