Jobs Jobbörse Stellenmarkt Rekruter

19 Jahre Rekruter Jobbörse

Home » Tipps & Tricks zur Jobsuche » Umschulungen - Welche Formen gibt es?

Umschulungen - Welche Formen gibt es?



Die heutige Arbeitswelt ist einem schnellen Wandel unterworfen. Den einmal erlernten Beruf bis zum Lebensende ausüben? Das ist für immer weniger Menschen eine Option. Unterschiedliche Gründe können zu dem Wunsch führen, einen Perspektivwechsel anstreben zu wollen. Eine Möglichkeit stellen Umschulungen dar. Welche Voraussetzungen müssen hierfür erfüllt werden? Welche Umschulungsformen gibt es? Und welche Umschulungsberufe bieten perspektivisch eine sichere Zukunft? Höchste Zeit, aufzuklären.

Gründe für eine Umschulung

Als Instrument der beruflichen Weiterbildung ermöglichen Umschulungen den Erwerb neuer Kenntnisse. Im Grunde ist eine solche Maßnahme also mit einer Ausbildung vergleichbar, schließlich erwirbt man einen neuen Berufsabschluss. Natürlich gehen mit der Entscheidung für eine Umschulung auch einige Herausforderungen einher: Kontakte und das erarbeitete Gehalt fallen weg. In vielen Fällen ist es sinnvoll, diese Herausforderungen anzugehen und sich trotzdem für eine Umschulung zu entscheiden. Eine Umschulung kann die Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessern - der beste Grund, diesen Schritt zu wagen.

Umschulungen

Warum sich Menschen für einen radikalen Jobwechsel entscheiden? Häufig wird einer der nachfolgenden Gründe genannt: Letztendlich spielen die persönlichen Beweggründe bei der Umschulung selbst keine Rolle. Sie sind jedoch relevant wenn es um die Finanzierung der Umschulung geht.

Diese Voraussetzungen müssen für eine Umschulung erfüllt werden

Auch wenn sich Ausbildung und Umschulung ähneln, gibt es Unterschiede. In der Regel baut die Umschulung auf eine erste Ausbildung auf, kann also als zweite Ausbildung angesehen werden. Ein wesentliches Merkmal ist außerdem, dass Umschulungen in kürzerer Zeit absolviert werden. Grundsätzlich stehen Umschulungen jedem offen. Da sie allerdings mit Kosten verbunden sind, macht es Sinn, sich nach Weiterbildungsförderungen zu erkundigen. Eine Option stellt die Agentur für Arbeit dar. Werden bestimmte Voraussetzungen erfüllt, kann sie die Kosten für die Kursgebühren sowie die Kosten für den Lebensunterhalt übernehmen. Für eine mögliche Kostenübernahme gelten in der Regel folgende Voraussetzungen:

Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es?

Abhängig von den Umschulungs-Gründen sowie der gewählten Umschulungsform, können verschiedene Kostenträger einspringen.
  1. Agentur für Arbeit: Mit einem Bildungsgutschein können die Kosten für eine schulische Umschulung beglichen werden. Übernommen werden dabei sowohl die Prüfungs- als auch die Fahrtkosten, die Wohn- und die Lebenshaltungskosten.
  2. Krankenkasse, Rentenversicherung, Jobcenter: Führen gesundheitliche Gründe zur Entscheidung für eine Umschulung, springen Krankenkasse, Rentenversicherung und Jobcenter ein. Übernommen werden die Umschulungskosten inklusive eines Unterhaltsgelds.
  3. Ausbildungsbetrieb: Bei einer betrieblichen Umschulung erhalten Umschüler ein geregeltes Gehalt von ihrem Ausbildungsbetrieb.
Darüber hinaus können folgende Fördermittel für die Umschulung beantragt werden:

Diese Umschulungsformen gibt es

Als Form der beruflichen Weiterbildung ist die Umschulung in §1, Absatz 5 des Berufsbildungsgesetzes geregelt. Arbeitnehmer sollen die Möglichkeit bekommen, flexibel auf die Arbeitsmarktveränderungen reagieren zu können. Daher finden Umschulungen in verkürzter Form statt – die meisten dauern abhängig von der beruflichen Vorbildung bis zu zwei Jahre. Eine Umschulung kann in Teilzeit oder in Vollzeit absolviert werden. Als Alleinerziehender oder wenn man jemanden pflegt, kann die Teilzeit-Umschulung einer Umschulung in Vollzeit gegenüber einige Vorteile bringen. Bei Teilzeit-Angeboten wird die wöchentliche Arbeitszeit um 25 % oder mehr gekürzt. Möchte man eine Teilzeit-Umschulung machen, muss man diesen Wunsch beim Kostenträger ausreichend begründen. Zudem werden Teilzeit-Umschulungen nicht überall angeboten. Daher absolvieren die meisten die Umschulung in Vollzeit. Folgende Umschulungsformen stehen dabei zur Wahl: Die betriebliche Umschulung ähnelt der klassischen Ausbildung am meisten. Es gibt einen praktischen und einen theoretischen Teil. Das praktische Wissen wird in einem Ausbildungsbetrieb vermittelt. Für den theoretischen Teil besuchen Umschüler eine staatliche Berufsschule. Im Vergleich zu anderen Umschulungsformen bietet die duale Umschulung den Vorteil, dass man ein fest geregeltes Ausbildungsgehalt bekommt. Die betriebliche Umschulung endet mit einer Abschlussprüfung bei der zuständigen Kammer wie der IHK oder mit einem Gesellenbrief. Als Leistungsträger kommen die Agentur für Arbeit, das Jobcenter sowie Träger der Renten- und Unfallversicherung infrage. Wer sich für eine schulische Umschulung entscheidet, besucht Kurse an einer Berufsschule oder Berufsfachschule. Das notwendige Praxiswissen kann man durch Praktika erwerben. Viele, die ggf. weiter in ihrem bisherigen Job arbeiten möchten, bevorzugen diese Umschulungsform. Man muss sich jedoch darauf einstellen, dass es keine Vergütung wie bei der dualen Umschulung gibt. Dafür kann ein Schulgeld anfallen, so dass es Sinn macht, sich vorab über Fördermöglichkeiten zu informieren. Die überbetriebliche Umschulung ähnelt der betrieblichen insofern, dass auch hier theoretische und praktische Lernmethoden miteinander kombiniert werden. Die kostenintensivste Form der Umschulung wird von Bildungsträgern angeboten. Um die praktischen Fähigkeiten ausbauen zu können, werden Übungswerkstätten und -firmen aufgesucht. Somit findet die Umschulung nicht tatsächlich in einem Betrieb statt.

Diese Umschulungen machen fit für die Zukunft

Da eine Umschulung den Umschüler fit für den aktuellen und den zukünftigen Arbeitsmarkt machen soll, ist die Wahl des Berufs entscheidend. Es macht durchaus Sinn, sich nach Branchen umzusehen, in denen ein Fachkräftemangel herrscht. Hier stehen die Karrierechancen besonders gut. Bekanntestes Beispiel ist der Fachkräftemangel in der Altenpflege. Zur Orientierung ist der halbjährlich ermittelte Arbeitsmarktbericht der Agentur für Arbeit hilfreich. In diesem wird die aktuelle Fachkräftesituation dargestellt. Für 2019 gab es einen Fachkräfte- bzw. Spezialisten-Mangel in folgenden Bereichen: