Berufsbild Augenoptiker und Augenoptikermeister


Die Ausbildung zum Augenoptiker bzw. zur Augenoptikerin ist vielfältig und abwechslungsreich. Augenoptiker sind Kundenberater, Handwerker und Styling-Experte in einer Person. Wer die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen hat und die Karriereleiter weiter nach oben klettern möchte, hat die Möglichkeit, eine Ausbildung zum Augenoptikermeister zu absolvieren. Doch für wen lohnt es sich, wie lange dauert diese Ausbildung und mit welchen Kosten muss gerechnet werden? Erfahren Sie hier alles, was Sie zur Augenoptikermeister-Ausbildung wissen sollten.

Ausbildung zum Augenoptikermeister: Wissenswerte Informationen

Ausbildung zum Augenoptiker – Und dann?

Die Ausbildung zum Augenoptiker / zur Augenoptikerin ist vielfältig und abwechslungsreich. Doch viele Auszubildende stellen sich schon frühzeitig die Frage, wie es nach der Ausbildung mit der Karriere weitergeht. Einige von ihnen steigen direkt in das Berufsleben ein und entscheiden sich zum Beispiel für einen Job bei Fielmann, weil der Augenoptiker viele interessante Stellenangebote in ganz Deutschland sowie in Österreich, in der Schweiz, in Italien und in Luxemburg zu bieten hat. Viele Azubis denken aber auch darüber nach, weitere Stufen auf der Karriereleiter nach oben zu klettern, sich weiterzubilden oder noch ein Studium zu beginnen. Wenn Sie ehrgeizig sind und davon träumen, später einen eigenen Betrieb zu führen und selbst Augenoptiker auszubilden, sollten Sie in Erwägung ziehen, nach der bestandenen Gesellenprüfung noch die Meisterschule zu besuchen. Mit der Aufstiegsfortbildung zum Meister können Sie zum Augenoptikermeister ausgebildet werden.

Warum sich der Aufstieg zum Meister für Augenoptiker lohnt

Wer den Meisterbrief erwirbt, verbessert seine Karrierechancen. Nur mit dem Meisterbrief ist es möglich, einen eigenen Augenoptikerbetrieb zu gründen und selbst als Ausbilder tätig zu sein, um neue Augenoptiker auszubilden. Auch das Gehalt eines Augenoptikers mit Meisterbrief ist höher als das Gehalt eines Gesellen. Das Meister-Gehalt liegt laut den Empfehlungen des Zentralverbands der Augenoptiker zwischen 2365 und 2440 Euro brutto. Für Augenoptiker-Gesellen hingegen empfiehlt der Zentralverband der Augenoptiker im ersten Berufsjahr ein Gehalt von lediglich 1745 bis 1800 Euro brutto. Es kann sich also allein in finanzieller Hinsicht lohnen, den Aufwand auf sich zu nehmen und eine Weiterbildung zum Augenoptikermeister zu absolvieren.

Welche Alternativen gibt es?

Eine beliebte Alternative zur Augenoptikermeister-Ausbildung ist die Fortbildung zum staatlich geprüften Augenoptiker. Sie können diese Qualifikation in einer zweijährigen Weiterbildung erlangen und sind dann ebenfalls dazu befugt, einen eigenen Laden zu eröffnen und Ihr eigener Chef zu sein. Lehrlinge ausbilden dürfen Sie mit dieser Weiterbildung jedoch nicht. Alternativ können Sie auch ein Bachelor-Studium im Bereich Augenoptik oder Optometrie absolvieren, um Ihr Wissen zu vertiefen und zu erweitern und Ihre Karrierechancen zu verbessern. Ein solches Studium vereint die Optiktechnologien mit betriebswirtschaftlichen und naturwissenschaftlichen Grundlagen.

Welche Voraussetzungen müssen für die Augenoptikermeister-Ausbildung erfüllt sein?

Bevor Sie eine Augenoptikermeister-Ausbildung beginnen können, müssen Sie Ihre Ausbildung zum Augenoptiker abschließen und die Gesellenprüfung bestehen. Dann besuchen Sie eine Meisterschule, in der Sie sogenannte Prüfungsvorbereitungskurse belegen. Sie vermitteln Ihnen alle notwendigen Kenntnisse, die Sie benötigen, um die Meisterprüfung an der Handwerkskammer abzulegen. Anschließend erhalten Sie den Meisterbrief. Dabei kann das erforderliche Augenoptiker-Wissen nicht nur an Meisterschulen erlangt werden, sondern auch an Fachhochschulen.

Mit welchen Kosten müssen Sie für die Meister-Ausbildung rechnen?

Wenn Sie sich das Ziel gesetzt haben, Meister zu werden, sollten Sie sich darüber bewusst sein, dass allerhand Kosten auf Sie zukommen. Wie hoch diese ausfallen, hängt davon ab, ob Sie die Meisterausbildung an einer Meisterschule, an einer staatlichen Fachschule oder an einer Fachhochschule absolvieren möchten. Die Meisterschulen verlangen für die Teilnahme an den Kursen eine Gebühr, die jedoch von Schule zu Schule variiert. Die Gesamtkosten belaufen sich nicht selten auf bis zu 10.000 Euro. Zusätzlich müssen Sie die einmaligen Gebühren einplanen, die für die Meisterprüfung an der Handwerkskammer entstehen. Auch sie können sich auf mehr als 1000 Euro belaufen. Vielen Gesellen, die Ihre Ausbildung gerade erst abgeschlossen haben, fehlt daher das Geld für die Weiterbildung zum Augenoptikermeister. Tipp: Wer nicht genügend Geld gespart hat, kann das sogenannte "Meister-BAföG" beantragen, um eine finanzielle Unterstützung zu erhalten.

Wesentliche Inhalte der Meister-Ausbildung

Der Prüfungsvorbereitungslehrgang für Augenoptikermeister besteht aus vier Teilen. Sie können je nach Meisterschule einzeln oder komplett angeboten werden. Es handelt sich dabei um folgende vier Teile:

  • Teil I: Fachpraxis Optik
  • Teil II: Fachtheorie Optik
  • Teil III: Betriebswirtschaftslehre und allgemeine Informationen zum Führen eines Betriebs
  • Teil IV: Ada-Schein, um später Lehrlinge ausbilden zu können

Die Kenntnisse, die Sie in der Gesellenausbildung erworben haben, werden in der Augenoptikermeister-Ausbildung weiter vertieft. Zudem eignen Sie sich zusätzliches Fachwissen in zahlreichen Bereichen zum Thema Augenoptik an. Sobald Sie die Teile I und II der Ausbildung abgeschlossen haben, die sich mit den fachlichen Aspekten der Augenoptik beschäftigen, lernen Sie in Teil III und IV in Kursen zur Betriebswirtschaftslehre und Berufspädagogik allerhand Dinge, die Sie später im täglichen Geschäftsbetrieb benötigen werden.

Wie viel Zeit sollte für die Ausbildung zum Augenoptikermeister eingeplant werden?

Wie viel Zeit die Aufstiegsfortbildung zum Augenoptikermeister in Anspruch nimmt, hängt davon ab, in welcher Form Sie die Meisterschule oder die Fortbildungseinrichtung besuchen. An den meisten Einrichtungen werden drei verschiedene Möglichkeiten angeboten:

  1. Vollzeit
  2. Teilzeit
  3. Blockunterricht

Am schnellsten können Sie den Meisterschein erwerben, wenn Sie sich für die Ausbildung in Vollzeit entscheiden. Dann ist die Prüfungsvorbereitung oftmals in weniger als einem Jahr erledigt. Entsprechend länger dauert es natürlich, wenn Sie sich für die berufsbegleitende Ausbildung in Teilzeit entscheiden, um nebenher bereits als Augenoptiker zu arbeiten und Geld zu verdienen. Dann müssen Sie in der Regel eine Zeit von bis zu zwei Jahren einplanen, bis Sie alle erforderlichen Voraussetzungen erfüllen, um die Meisterprüfung an der Handwerkskammer abzulegen. Die tatsächliche Dauer richtet sich aber auch danach, ob Sie die Meistervorbereitung täglich in einer Abendschule oder in Blockform am Wochenende besuchen.

Weiterführende Links

Zum Abschluss noch einige hilfreiche Links zum Thema Augenoptiker

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